Die Qual der Wahl.

2 06 2008

Nach einigen Monaten des Wartens hat sich nun endlich der erste regierige Parteifreund erbarmt und seinen Hut in den Ring der Kandidatur um den Parteivorsitz geworfen und damit bewiesen, dass er nicht aus Stein ist und das Wohl der Partei vor sein eigenes stellt und als junges, unbelastetes Gesicht den programmatischen Neuanfang der Grünen so glaubwürdig verkörpern kann, wie kein anderer.

Der Name dieses Heroen ist Cem Özdemir (Hier ein aktuelles Foto):

Leider könnte aber die Aufbruchsstimmung des heutigen Tages noch durch die mögliche Kandidatur des Berliner Fraktionsvorsitzenden Volker Ratzmann getrübt werden. (Der Fairness halber, auch ein Foto von ihm):

Der gute Volker hat allerdings leider das Problem, dass die Regierigen ihn als „Linken“ (oder auch Ex-Linken) nicht wirklich auf einem Sitz sehen wollen, der eigentlich jemandem vorbehalten werden sollte, der so richtig rechten Stallgeruch hat und bei dem man auch nicht Angst haben muss, dass er ein Problem mit dem Aufweichen grüner Positionen in absurden Koalitionen haben könnte.

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Die Grünen sollten endlich erwachsen werden

5 03 2008

Nun ist es gerade mal zwei Tage her, dass Reinhard Bütikofer angekündikt hat, dass er nicht noch einmal für den Parteivorsitz zur Verfügung und schon sprudeln die Spekulationen, wer sein/e Nachfolger/in werden könnte.

Bei Julia Seeliger findet sogar so etwas wie eine Vorwahl statt.
Nun werden in den „überparteilichen“ Medien, da die als links geltende Claudia Roth noch einmal kandidieren möchte, ausschliesslich Anhänger des rechten Flügels der Partei für diesen Posten gehandelt.

Das hängt mit dem ungeschriebenen Gesetz der integrierenden Doppelspitze zusammen.
Demnach sollen nicht nur möglichst beide Geschlechter (mit strukurellem Vorteil für die Frauen) sondern auch beide Parteiflügel in diesen Ämtern vertreten sein.
Dadurch hat sich ein strategischer Vorteil für die sich Realos nennenden neoliberalen und konservativen Parteifreunde, die in letzter Zeit inhaltlich immer weniger mehrheitsfähig geworden sind, manifestiert.

Allein die letzten beiden Bundesdelegiertenkonferenzen haben doch zu einer deutlichen Korrektur der friedens- sozial- und wirtschaftspolitischen Positionen der Grünen geführt.
Schon aus diesem Grund frage ich mich, ob diese schablonenartige Besetzung von Parteiämtern überhaupt noch zeitgemäss und nicht eher eine Beleidigung intelligenter Menschen ist.
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