Am letzten Montag endete (leider) die aktuelle Staffel von Bauer sucht Frau. Da dieses Sittenbild deutschen Landlebens zu Beginn des neuen Jahrtausends wieder einmal sehr gute Quoten hatte, dürfen wir uns schon auf eine neue Staffel freuen, in der es offensichtlich einige Änderungen geben wird.
In Zukunft sollen wohl auch schwule Bauern an den Mann gebracht werden und auch Bäuerinnen die Chance bekommen, ihrer Einsamkeit mit Hilfe des Privatsenders zu entfliehen.
Ich persönlich bin da etwas zwiegespalten. Zum einen fänd ich das natürlich sehr schön, wenn gerade schwule Landwirte, die es bei der Partnersuche sicher nicht einfacher haben als heterosexuelle Kollegen ein wenig unterstützt würden.
Zum anderen weiss ich nicht, ob die Sendung dann überhaupt noch funktioniert.
Ich möchte mich einmal outen: Ich liebe Formate wie Bauer sucht Frau oder Schwiegertochter gesucht, gerade weil sie so eine Persiflage des klassischen Beziehungsmodells und seiner verzweifelter Opfer ist.
Die Kombination ist doch meistens die selbe. Eine enttäuschte allein erziehende Mutter, die sich dringend einen neuen (finanziellen und emotionalen) Versorger sucht trifft auf einen verschrobenen Landwirt, der auf seinem Hof langsam aber sicher vertrocknet und auf absehbare Zeit (spätestens wenn Mutti stirbt) auch mit der Arbeit etwas überfordert sein wird.


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