„Für die, die da glauben, Frieden sei aus Bomben und Sicherheit aus Stacheldraht gemacht. Schreib an die Wände, dass Menschen hier wohnen! Jetzt ausnahmslos unter Verdacht.“ (kleingeldprinzessin.de)
Es ist schon ein sehr erstaunlicher Vorgang, wenn die Stitzenkandidatin einer Partei wenige Tage vor der Wahl öffentlich über die Ursachen der erwarteten Niederlage nachdenkt.
Offensichtlich gibt die Spitzenkandidatin der GAL Christa Goetsch die Hamburger Bürgerschaftswahl nicht einmal 80 Stunden vor Schließung der Wahllokale verloren.
Und leider sieht es so aus, als hätte sie allen grund dazu.
Immerhin hat die GAL vor einem Jahr noch 14% in den Imfagen erzielt, das Thema Bildung wird von den WählerInnen als ein zentrales dieser Wahl empfunden und den Grünen auf diesem Gebiet sehr viel zugetraut.
Das geplante Kohlekraftwerk in Moorburg ist sehr unpolpulär und die bevorzugte Koalition der HamburgerInnen ist Rot-Grün.
Trotzdem schaffte es die GAL in Umfragen nur noch auf 9%.
Nun deuten die ersten Hochrechnungen an, dass das befürchtete Debakel wirklich eingetreten ist.
Die GAL hat ihr erklärtes Ziel, ein zwestelliges Ergebnis einzufahren nicht erreicht.
Gerade in Wahlkampfzeiten versuche ich ja, auch anderen Parteien möglichst unvoreingenommen gegenüberzutreten.
Allerdings macht es mir die FDP in Hamburg da ziemlich schwer, da die, besonders bei ihrer Abschlussveranstaltung, eher so etwas wie Realsitire abgeliefert haben.
Besonders Guido Westerwelle hat sich in Sachen Peinlichkeit selbst um Längen übertroffen.
Der wirkt übrigens von Wahl zu Wahl verzickter.
Wenn das so weiter geht, ist bald nichts mehr von dem lebensfrohen jungen Ding von einst übrig.
Vielleicht sollte ihm mal jemand erklären, dass eine so nachhaltige Verbitterung auf Dauer nur krank und hässlich macht.
Vor allem wenn man bedenkt, dass diese Verbitterung offensichtlich durch die Wahnvorstellung hervorgerufen wird, dass er das letzte Bollwerk der Freiheit gegen eine Welt von Feinden ist, die Deutschland zu einer stalinistischen Diktatur machen wollen. Den Rest des Beitrags lesen »
Eigentlich wollte ich jetzt etwas kritisches zu den Hamburger Grünen schreiben, deren Wahlkampf ja nicht so prickelnd läuft.
Da ich aber niemandem in den Rücken fallen möchte, werde ich meinen Text dazu erst am Sonntag veröffentlichen.
Für heute hat Christa Goetsch ja schon genug dazu gesagt.
Stattdessen möchte ich mich einmal den „bürgerlichen Parteien“ widmen, deren Wahlkämpfe mir, zumindest aus der Ferne, etwas grotesk vorkommen.
Die FDP hat einen selten schleimigen Spot mit Himmel vom Berg produziert, der leider in seiner Originalfassung nicht zumutbar ist.
Aber zum Glück gibt es ja diese Neuvertonung:
Nun fanden die Liberalen ihr Filmchen offensichtlich selbst so überragend, dass sie zu der Überzeugung kamen, dass kein Blog ohne dieses Meisterwerk auskommt.
Aus diesem Grund war die FDP so freundlich, Empfehlungen an Blogger zu schicken, die vielleicht dankbar für die Anregung wären, ihr Blog zu einem Werbeträger des Sozialdarwinismus zu machen.
Nun wird ein solcher Service in unserem kleinkarrierten Land als Spam bezeichnet und ist eigentlich illegal, was der Hamburger kurzzeitig FDP einigen Ärger einbrachte.
Die CDU setzt ganz auf ihren Spitzenkandidaten Ole, der als eine Art elder Statesman dargestellt wird, auf dessen Erfahrung man zählen kann.
Daran ist ja auch, rein strategisch, erst mal nichts falsch.
Ich frage mich nur, warum solche Wahlkämpfe immer so gestaltet werden müssen, als stammten sie von Leni Riefenstahl persönlich.
Ich hab in weinigen Minuten ein Plakat hingekriegt, das die selbe Aussage hat aber nicht so langweilig ist.
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