Natursekt und Heimatliebe.

7 06 2008

Sicherlich ist der unglaubliche Skandal, der sich beim letzten Bundeskongress der grünen Jugend zugetragen hat mittlerweile fast jedem bekannt. Nicht dass die Grünlinge gefordert hätten, dass Menschen eines gewissen Alters keine künstlichen Hüftgelenke mehr eingesetzt werden dürften oder das Wahlrecht etwas entdemokratisiert werden müsste. Solche berauschenden und visionären Ideen findet man eher bei den jungen „Christdemokraten„, was für Massenmedien allerdings nicht viel schlimmer ist, als ein kleiner Scherz mit unserer Nationalfahne, bei dem nicht einmal ein kleiner Tropfen Urin auf die ach so kostbare Faser gefallen ist.

Das spielt auch nicht wirklich eine Rolle, solang das Kleinbürgertum und die rechte Presse einen Grund finden, sich mal wieder richtig schön aufzuregen. Leider spielt die Fahne selbst dem, mit ihrer vorgeschobenen Traumatisierung, noch in die Hände.

Ich persönlich würde mich lieber vor die heruntergelassenen Hosen von Junggrünen legen, als mich von irgendwelchen Idioten an ihre geschmacklosen Häuser und hässlichen Autos hängen zu lassen. So wie das mit schwarz-rot-gold in meiner direkten Nachbarschaft geschieht. *würg*

Da stellt sich für mich ja mal eine ganz grundsätzliche Frage: Wo hört der hier so schlimm grassierende Vulgärpatriotismus auf und wo fängt die Banalisierung, und damit Entwürdigung, von Staatssymbolen an? In anderen Staaten ist, mit gutem Grund, die Befestigung von Hoheitssymbolen an Autos nur offiziellen Vertretern des Staates vorbehalten. Hier wird es als gelebter Ausdruck einer frischen, ungezwungenen Heimatliebe empfunden, wenn sich irgendwelche Friseusen mit schwarz-rot-gold-bemalten Titten in Fussballstadien stellen.

Ich möchte jetzt nicht dafür plädieren, dass sich nur noch Vertreterinnen des Staates die Schläuche auf diese Weise bemalen dürfen. Ich frage mich nur, ob man dieses Staatssymbol überhaupt noch entwürdigen kann.

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Kinderschützer des Tages: Christoph Daum

22 05 2008

Der passionierte Kokskonsument und Realitätsverweigerer Christoph Daum, seines Zeichens Trainer des 1. FC Köln, hat in einem Interview vor der Anwesenheit schwuler Männer gewarnt, da die es ja nur „auf wehrlose Kinder abgesehen“ haben.

Mal ganz abgesehen von der Frage, warum man dieser menschlichen Ausfallerscheinung überhaupt ein Mikro ins Gesicht hält würde ich gerne mal wissen, ob er seinen Trainerposten noch hätte, wenn er etwas vergleichbares über eine andere Minderheit gesagt hätte.

Gibt es offen antisemitische Trainer in Deutschland?

Vollkommen zu Recht hat er die Homo-Gurke verliehen bekommen. Vielleicht sollte man ihm sie ganz, ganz, gaaaaaaaanz tief da rein schieben, wo die Sonne nicht hin scheint.

Das macht locker.