Originalton FDP-Herford:

6 03 2009

„Der Anteil der Frauen mit 13 % ist noch steigerungsfähig“, stellt er selbstkritisch fest und meint: „Aber bei uns gilt die Lebensweisheit: Hinter jedem erfolgreichen Mann steckt eine kluge Frau“

Igitt!

Mein Beitrag zum anstehenden Weltfrauentag.





Fickt das Prekariat!

8 07 2008

Wenn man an einem Infostand bei einem schwul-lesbischen Strassenfest steht oder auf einem Wagen auf dem CSD mitfährt hat man ja die schöne Aufgabe, kleine Giveaways ans Volk zu verteilen, die natürlich auch als Werbeträger dienen.

Unsere Renner waren die Aufkleber, von denen der hier mein Favorit war:

Eine etwas umfangreichere Liste der Aufklebermotive gibts bei Julia.

Natürlich haben auch andere Parteien Aufkleber verteilt, was schon mal zu peinlichen Situationen Führen kann, wenn jemand mit einem riesigen FDP-Aufkleber auf der Brust ganz gerne noch etwas von den Grünen daneben hätte. Besonders ein Aufkleber der FDP war etwas seltsam. Auf dem stand tatsächlich „Fruchtbar Deutsch Paarungswillig“. Ich hab später, mit etwas Recherche, herausgefunden, dass es sich dabei eigentlich um einen satirischen Slogan handelt, der vor einigen Jahren von Harald Schmidt entwickelt wurde, als irgend so eine „liberale“ Nase gesagt hat, dass in Deutschland die falschen die Kinder bekommen und sich doch eher die Akademikerinnen als die sozial schwachen fortpflanzen mögen.

Diesen Slogan haben natürlich die total humorvollen jungen Liberalen in NRW aufgenommen und ausgerechnet auf dem CSD verteilt. Von wegen fruchtbar. Bei mir stellt sich nun die Frage, ob Satire noch Satire ist, wenn sie von den Parteien aufgenommen und vereinnahmt wird. Sicherlich könnte man sagen, dass bei der FDP ja eigentlich alles eine grosse Verarsche ist und man die ja eh nicht mehr ernst nehmen kann.

Allerdings sollte man es sich nicht so einfach machen. Tatsache ist, dass die „Liberalen“ mit einem Spruch beim CSD aufgeschlagen sind, der auch von der NPD kommen könnte. Die Ironie der ganzen Geschichte erschliesst sich einem ja nicht, wenn man den Hintergrund nicht kennt.

Sollte die FDP für das nächste Jahr noch einen witzigen Spruch suchen, der dazu noch ehrlich und vollkommen ironiefrei wäre, kann sie gerne den hier verwenden:

Der passt dann auch zu Schwulen.





Szenen eines Wahlkampfes

23 02 2008

Gerade in Wahlkampfzeiten versuche ich ja, auch anderen Parteien möglichst unvoreingenommen gegenüberzutreten.
Allerdings macht es mir die FDP in Hamburg da ziemlich schwer, da die, besonders bei ihrer Abschlussveranstaltung, eher so etwas wie Realsitire abgeliefert haben.

Besonders Guido Westerwelle hat sich in Sachen Peinlichkeit selbst um Längen übertroffen.
Der wirkt übrigens von Wahl zu Wahl verzickter.
Wenn das so weiter geht, ist bald nichts mehr von dem lebensfrohen jungen Ding von einst übrig.
prinzessin-guido.jpg
Vielleicht sollte ihm mal jemand erklären, dass eine so nachhaltige Verbitterung auf Dauer nur krank und hässlich macht.
Vor allem wenn man bedenkt, dass diese Verbitterung offensichtlich durch die Wahnvorstellung hervorgerufen wird, dass er das letzte Bollwerk der Freiheit gegen eine Welt von Feinden ist, die Deutschland zu einer stalinistischen Diktatur machen wollen.
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Hamburg, Hamburg.

21 02 2008

Eigentlich wollte ich jetzt etwas kritisches zu den Hamburger Grünen schreiben, deren Wahlkampf ja nicht so prickelnd läuft.

Da ich aber niemandem in den Rücken fallen möchte, werde ich meinen Text dazu erst am Sonntag veröffentlichen.
Für heute hat Christa Goetsch ja schon genug dazu gesagt.

Stattdessen möchte ich mich einmal den „bürgerlichen Parteien“ widmen, deren Wahlkämpfe mir, zumindest aus der Ferne, etwas grotesk vorkommen.
Die FDP hat einen selten schleimigen Spot mit Himmel vom Berg produziert, der leider in seiner Originalfassung nicht zumutbar ist.
Aber zum Glück gibt es ja diese Neuvertonung:

Nun fanden die Liberalen ihr Filmchen offensichtlich selbst so überragend, dass sie zu der Überzeugung kamen, dass kein Blog ohne dieses Meisterwerk auskommt.

Aus diesem Grund war die FDP so freundlich, Empfehlungen an Blogger zu schicken, die vielleicht dankbar für die Anregung wären, ihr Blog zu einem Werbeträger des Sozialdarwinismus zu machen.
Nun wird ein solcher Service in unserem kleinkarrierten Land als Spam bezeichnet und ist eigentlich illegal, was der Hamburger kurzzeitig FDP einigen Ärger einbrachte.

Die CDU setzt ganz auf ihren Spitzenkandidaten Ole, der als eine Art elder Statesman dargestellt wird, auf dessen Erfahrung man zählen kann.
Daran ist ja auch, rein strategisch, erst mal nichts falsch.
Ich frage mich nur, warum solche Wahlkämpfe immer so gestaltet werden müssen, als stammten sie von Leni Riefenstahl persönlich.
Ich hab in weinigen Minuten ein Plakat hingekriegt, das die selbe Aussage hat aber nicht so langweilig ist.

queen-ole21.jpg





Die Grösse der liberalen Provinz

9 02 2008

Ich wurde darum gebeten, die Homepage des Ortsverbandes Enger von Bündnis 90/ Die Grünen neuzugestalten, was sich als etwas schwierig herausstellt.

So empfindliche Daten wie FTP-Zugänge gehen bei Grünen schon mal schnell verloren.
Da muß man erstmal ein neues Passwort anfordern, was bei diesem Host nun mal nicht ohne eine Nummer, auf der Rechnung geht.
Dafür braucht man allerdings auch erstmal die Rechnung, womit wir wohl schon wieder beim nächten Problem wären.

Man kann gespannt sein, ob www.gruene-enger.de nun ewig in diesem Stil im Netz sein Dasein fristen muß.

Auf jeden Fall habe ich mich mal zur Orientierung auf den (langweiligen) Homepages der anderen Parteien in Enger umgeschaut, wobei mir ein sehr interessanter Termin bei der FDP ins Auge gesprungen ist.
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