Nun ist es gerade mal zwei Tage her, dass Reinhard Bütikofer angekündikt hat, dass er nicht noch einmal für den Parteivorsitz zur Verfügung und schon sprudeln die Spekulationen, wer sein/e Nachfolger/in werden könnte.
Bei Julia Seeliger findet sogar so etwas wie eine Vorwahl statt.
Nun werden in den „überparteilichen“ Medien, da die als links geltende Claudia Roth noch einmal kandidieren möchte, ausschliesslich Anhänger des rechten Flügels der Partei für diesen Posten gehandelt.
Das hängt mit dem ungeschriebenen Gesetz der integrierenden Doppelspitze zusammen.
Demnach sollen nicht nur möglichst beide Geschlechter (mit strukurellem Vorteil für die Frauen) sondern auch beide Parteiflügel in diesen Ämtern vertreten sein.
Dadurch hat sich ein strategischer Vorteil für die sich Realos nennenden neoliberalen und konservativen Parteifreunde, die in letzter Zeit inhaltlich immer weniger mehrheitsfähig geworden sind, manifestiert.
Allein die letzten beiden Bundesdelegiertenkonferenzen haben doch zu einer deutlichen Korrektur der friedens- sozial- und wirtschaftspolitischen Positionen der Grünen geführt.
Schon aus diesem Grund frage ich mich, ob diese schablonenartige Besetzung von Parteiämtern überhaupt noch zeitgemäss und nicht eher eine Beleidigung intelligenter Menschen ist.
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