Die grüne Jugend hat eine sehr erfrischende Erklärung veröffentlicht, in der sie sich vor allem kritisch mit der Entwicklung der CSDs und der Schwulenbewegung im ganzen auseinandersetzt. CSDs sind in den letzten 15 Jahren ja zu so etwas wie kleine Love Parades verkommen, bei denen das Politische höchstens noch am Rand auftaucht.
Sie unterstützen darin vor allem den Transgenialen CSD, der morgen -leider ohne mich- in Kreuzberg startet, sich nicht zuletzt im diesjährigen Motto gegen die Kommerzialisierung des schwul-lesbischen Protestes einsetzt und sich schon in den letzten Jahren als geeignete Plattform schwuler Selbstkritik bewährt hat.
Kritik an der Entwicklung der schwul-lesbischen Szene kommt auch von der grünen Jugend, die eine deutliche Zunahme konservativer oder noch schlimmerer Tendenzen unter den Schwulen und Lesben wahrnimmt. Das ist etwas, was mein derzeitiger Lieblingsgegner Gay West natürlich nicht umkommentiert lassen kann. Nur scheint der gute Mann nicht zu wissen, wo er seine Kritik ansetzen könnte. So betreibt er mit der absurden Frage, ob die Grünen wieder(!) Sex mit Kindern unterstützen eine traurige Selbstdemontage. Auf diese Frage kommt er, weil die grüne Jugend Solidarität mit allen Minderheiten gefordert hat, ohne Pädophile und Neonazis konkret dabei auszunehmen.
Da Herr West ganz offensichtlich von der abwegigen Annahme geleitet wird, dass von ihm erwartet wird links zu sein, möchte ich mich ihm an dieser Stelle mal persönlich zuwenden.






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