vor allem sehr seeeehr langweilig!
Schwule können alles sein…
13 01 2009Kommentare : Kommentar schreiben »
Kategorien : Schwules
Bauer sucht Mann
10 12 2008Am letzten Montag endete (leider) die aktuelle Staffel von Bauer sucht Frau. Da dieses Sittenbild deutschen Landlebens zu Beginn des neuen Jahrtausends wieder einmal sehr gute Quoten hatte, dürfen wir uns schon auf eine neue Staffel freuen, in der es offensichtlich einige Änderungen geben wird.
In Zukunft sollen wohl auch schwule Bauern an den Mann gebracht werden und auch Bäuerinnen die Chance bekommen, ihrer Einsamkeit mit Hilfe des Privatsenders zu entfliehen.
Ich persönlich bin da etwas zwiegespalten. Zum einen fänd ich das natürlich sehr schön, wenn gerade schwule Landwirte, die es bei der Partnersuche sicher nicht einfacher haben als heterosexuelle Kollegen ein wenig unterstützt würden.
Zum anderen weiss ich nicht, ob die Sendung dann überhaupt noch funktioniert.
Ich möchte mich einmal outen: Ich liebe Formate wie Bauer sucht Frau oder Schwiegertochter gesucht, gerade weil sie so eine Persiflage des klassischen Beziehungsmodells und seiner verzweifelter Opfer ist.
Die Kombination ist doch meistens die selbe. Eine enttäuschte allein erziehende Mutter, die sich dringend einen neuen (finanziellen und emotionalen) Versorger sucht trifft auf einen verschrobenen Landwirt, der auf seinem Hof langsam aber sicher vertrocknet und auf absehbare Zeit (spätestens wenn Mutti stirbt) auch mit der Arbeit etwas überfordert sein wird.
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Schlagworte: gay, Schwule, Bauer sucht Frau, Bauern
Kategorien : Fernsehkritik, Schwules
Mein erster BDK-Antrag
20 10 2008Ich gehe ja davon aus, dass ich nach meiner Wahl zum hauptamtlichen Bundesdelegierten am nächsten grünen Parteitag teilnehmen werde.
Endgültig entscheiden wird sich das heute Abend, weil da noch einmal fristgerecht die Delegierten für die Wahl der Wahllisten der Bundes- und Europawahl gewählt werden. Aber ich gehe mal davon aus, dass ich da bestätigt werde.
Das wäre auch besser so, weil ich jetzt einen eigenen Antrag gestellt habe und dem natürlich auch gerne als Delegierter zustimmen möchte.
Mir geht es dabei um ein Thema, das vielen entweder nicht bewusst oder eher weniger wichtig ist. Trotzdem stellt es eine massive Form von Diskriminierung dar.
Ich rede vom Ausschluss homo- und bisexueller Männer von der Blut- Plasma- und Knochenmarkspende.
Auf das Thema bin ich durch ein persönliches Erlebnis gekommen:
Vor einigen Monaten fand in Enger eine Typisierungsaktion für eine schwer kranke Frau statt, an der ich nicht teilnehmen konnte, weil die Bundesärztekammer der Ansicht ist, dass mein Blut eine grössere Gefahr für diese Frau darstellt als der Krebs in ihrem. Ich habe das nicht nur als demütigen sondern auch objektiv falsch empfunden.
Mit diesem Antrag versuche ich, das Thema ins Gespräch zu bringen und vor allem die Grünen zur ersten Partei zu machen, die es aufgreift.
Der Antragstext lautet:
Antrag: Gegen den generellen Ausschluss homo- und bisexueller Männer von der Blut- Plasma- und Knochenmarkspende
Die Bundesdelegiertenkonferenz möge folgendes beschliessen:
Der generelle Ausschluss homo- und bisexueller Männer von der Spende von Blut und Knochenmark ist diskriminierend und wird von uns nicht akzeptiert.
Auch uns ist der Schutz der EmpfängerInnen dieser Spenden vor ansteckenden Krankheiten sehr wichtig, weshalb wir ausdrücklich nicht die grundsätzliche Benennung und den Ausschluss von Risikogruppen in Frage stellen.
Allerdings spielt bei dem Risiko, einen sexuell übertragbaren Virus in sich zu tragen ausschliesslich das konkrete Sexualverhalten eine Rolle.
Ein monogam lebender homosexueller Mann lebt in keiner grösseren Gefahr, sich mit HIV oder Hepatitis anzustecken als ein/e monogame/r Heterosexuelle/r.
Gerade vor dem Hintergrund des allgemeinen Gleichstellungsgesetzes darf die Unterstellung, dass Homosexuelle generell einen „Krankheiten fördernden Lebensstil“ haben und eine „Gefahr“ darstellen nicht mehr aufrecht erhalten werden.
Wir fordern die Ärztekammer dazu auf, eine Regelung zu treffen, die dem berechtigten Sicherheitsbedürfnis der EmpfängerInnen genügt, ohne einen Teil unserer Bevölkerung unter einen nicht gerechtfertigten Generalverdacht zu stellen.
Zudem soll seitens unserer Bundestagsfraktion die Möglichkeit geprüft werden, das Diskriminierungsverbot auf diesen Sachverhalt auszuweiten.
Begründung:
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Kategorien : Politik, Schwules, die grünen
Maik zieht die Notbremse.
7 08 2008Ja ich wollte es tatsächlich tun!
Ich hatte allen ernstes vor, das Leitmedium der schwarz-grünen Avantgarde und besser verdienenden Pseudolinken zu abonnieren. Gelegentlich steht in der TAZ ja auch was ganz interessantes drin, weshalb ich letzte Woche ein recht günstiges Probeabo bestellt habe.
Eine Bestellung, die ich allerdings eben widerrufen musste nachdem ich einen doch sehr bemerkenswerten Beitrag des Papstes des schwulen Selbsthasses Elmar Kraushaar entdeckt habe, in dem er allen Schwulen Hoffnung auf eine mögliche „Heilung“ ihrer Veranlagung macht, die mit zunehmendem Alter immer unglücklicher zu machen scheint. Hier meine Mail an die TAZ:
Um Missverständnissen vorzubeugen:
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Kategorien : Privates, Schwules
Fickt das Prekariat!
8 07 2008Wenn man an einem Infostand bei einem schwul-lesbischen Strassenfest steht oder auf einem Wagen auf dem CSD mitfährt hat man ja die schöne Aufgabe, kleine Giveaways ans Volk zu verteilen, die natürlich auch als Werbeträger dienen.
Unsere Renner waren die Aufkleber, von denen der hier mein Favorit war:
Eine etwas umfangreichere Liste der Aufklebermotive gibts bei Julia.
Natürlich haben auch andere Parteien Aufkleber verteilt, was schon mal zu peinlichen Situationen Führen kann, wenn jemand mit einem riesigen FDP-Aufkleber auf der Brust ganz gerne noch etwas von den Grünen daneben hätte. Besonders ein Aufkleber der FDP war etwas seltsam. Auf dem stand tatsächlich „Fruchtbar Deutsch Paarungswillig“. Ich hab später, mit etwas Recherche, herausgefunden, dass es sich dabei eigentlich um einen satirischen Slogan handelt, der vor einigen Jahren von Harald Schmidt entwickelt wurde, als irgend so eine „liberale“ Nase gesagt hat, dass in Deutschland die falschen die Kinder bekommen und sich doch eher die Akademikerinnen als die sozial schwachen fortpflanzen mögen.
Diesen Slogan haben natürlich die total humorvollen jungen Liberalen in NRW aufgenommen und ausgerechnet auf dem CSD verteilt. Von wegen fruchtbar. Bei mir stellt sich nun die Frage, ob Satire noch Satire ist, wenn sie von den Parteien aufgenommen und vereinnahmt wird. Sicherlich könnte man sagen, dass bei der FDP ja eigentlich alles eine grosse Verarsche ist und man die ja eh nicht mehr ernst nehmen kann.
Allerdings sollte man es sich nicht so einfach machen. Tatsache ist, dass die „Liberalen“ mit einem Spruch beim CSD aufgeschlagen sind, der auch von der NPD kommen könnte. Die Ironie der ganzen Geschichte erschliesst sich einem ja nicht, wenn man den Hintergrund nicht kennt.
Sollte die FDP für das nächste Jahr noch einen witzigen Spruch suchen, der dazu noch ehrlich und vollkommen ironiefrei wäre, kann sie gerne den hier verwenden:
Der passt dann auch zu Schwulen.
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Meine Fotos vom Kölner CSD jetzt online
7 07 2008Gestern habe ich den CSD in Köln auf dem Wagen der Grünen miterlebt, wo ich auch einiger sehr nette Fotos gemacht habe, die man sich bei Flickr anschauen kann.
Wahrscheinlich dauert es keine acht Jahre, bis ich das nächste mal da erscheine.
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Der CSD in Köln
4 07 2008An diesem Wochenende findet in Köln der diesjährige CSD statt, an dem ich wider erwarten teilnehme. Eigentlich hatte ich ja nicht vor, neben Bielefeld und vielleicht Hagen an weiteren CSDs teilzunehmen. Allerdings war ich letzten Samstag bei einem Treffen der unter 35-jährigen Grünen in NRW, bei dem mich ein Mitglied des Landesvorstands, dessen Namen ich jetzt nicht erwähnen möchte, gefragt hat, ob er mich auch am nächsten Wochenende in Köln sehen wird.
Worauf ich gesagt habe, dass ich keinen Bock auf das ganze CSD-Gedöns habe und Köln sowieso total scheisse finde.
Das lokalpatriotische Kölner LaVo-Mitglied fand das ganz offensichtlich nicht so nett von mir. Später am Abend, als ich wieder zuhause war, habe ich mir überlegt, ob es nicht an der Zeit wäre, alte Vorurteile zu überprüfen. Ich war seit acht Jahren nicht mehr in Köln und das hat auch seinen Grund. Köln habe ich immer als extrem oberflächlich empfunden und es irgendwie nie geschafft, mit den Leuten da warm zu werden. (Vor allem mit den warmen) Eigentlich war ich vor acht Jahren ein ganz anderer Mensch. Vor allem, was mein Verhältnis zu anderen betrifft.
Vielleicht nehme ich Köln und seine Bewohner ja heute auch ganz anders wahr. Deshalb werde ich mir in den nächsten 2 Tagen die volle Drönung Köln geben und dabei noch ein wenig Arbeit für die Partei machen. Was von der Betreuung des grünen Infostandes bis zu einer Fahrt auf dem Paradewagen, auf dem übrigens auch Julia mitfährt und der u.a. von 2 sehr netten Gelsenkirchener Polizisten bewacht wird, reicht.
Das besagte LaVo-Mitglied hat sich übrigens schon ausgiebigst lustig über mich gemacht. Und das wohl auch mit Recht, da der Weg von „Köln ist scheisse“ zu „ich will auf den Wagen“ tatsächlich ziemlich kurz war. Asche auf mein Haupt.
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Grüne Jugend für einen politischen CSD
27 06 2008Die grüne Jugend hat eine sehr erfrischende Erklärung veröffentlicht, in der sie sich vor allem kritisch mit der Entwicklung der CSDs und der Schwulenbewegung im ganzen auseinandersetzt. CSDs sind in den letzten 15 Jahren ja zu so etwas wie kleine Love Parades verkommen, bei denen das Politische höchstens noch am Rand auftaucht.
Sie unterstützen darin vor allem den Transgenialen CSD, der morgen -leider ohne mich- in Kreuzberg startet, sich nicht zuletzt im diesjährigen Motto gegen die Kommerzialisierung des schwul-lesbischen Protestes einsetzt und sich schon in den letzten Jahren als geeignete Plattform schwuler Selbstkritik bewährt hat.
Kritik an der Entwicklung der schwul-lesbischen Szene kommt auch von der grünen Jugend, die eine deutliche Zunahme konservativer oder noch schlimmerer Tendenzen unter den Schwulen und Lesben wahrnimmt. Das ist etwas, was mein derzeitiger Lieblingsgegner Gay West natürlich nicht umkommentiert lassen kann. Nur scheint der gute Mann nicht zu wissen, wo er seine Kritik ansetzen könnte. So betreibt er mit der absurden Frage, ob die Grünen wieder(!) Sex mit Kindern unterstützen eine traurige Selbstdemontage. Auf diese Frage kommt er, weil die grüne Jugend Solidarität mit allen Minderheiten gefordert hat, ohne Pädophile und Neonazis konkret dabei auszunehmen.
Da Herr West ganz offensichtlich von der abwegigen Annahme geleitet wird, dass von ihm erwartet wird links zu sein, möchte ich mich ihm an dieser Stelle mal persönlich zuwenden.
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Kondome schützen!
26 06 2008Der Clip ist zwar schon etwas älter aber ich finde ihn sehr schön. Vielleicht gibts ja noch jemanden, der ihn noch nicht kennt.
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Kategorien : Schwules, Video
Die warmen Arme der Reaktion
22 06 2008Es gibt ja diese drolligen Vorurteile, die man gelegentlich immer noch über Schwule hört. Und das vor allem von Frauen. “ Schwule sind ja so toll und warmherzig, verständnisvoll, sauber, kultiviert, kreativ und so offen anderen gegenüber. Schade, dass Heteros nicht so sein können.“
Mit dieser positiven Homophobie, die Schwule immer so ein wenig die Rolle der harmlosen Schoßschwuchtel drängt, verdrängt man allerdings die Tatsache, dass Schwule alles sein können. Schwule können nett, gemein, liebenswert, feurig, mitfühlend, ignorant, treu, hinterhältig, verlässlich, schlampig, niedlich, beschissen… Es gibt auch für uns keine Grenzen.
In letzter Zeit musste man leider feststellen, dass Schwule auch etwas total hässliches sein können: Speerspitze einer reaktionären Islamfeindlichkeit.
Ein besonders interessantes Exemplar dieser Gattung ist ein gewisser Blogger namens Gay West, der bis vor kurzem noch ein Zitat des niederländischen Rechtspopulisten Pim Fortuyn in seinem Header stehen hatte. Das Thema Islam, oder vielmehr das nahezu unkontrollierbare Gewaltpotential aller Moslems, durchzieht sein Blog wirklich wie ein roter Faden.
Damit steht er nahezu exemplarisch für eine Entwicklung in der schwulen „Gemeinschaft“, die eigentlich nur die konsequente Folge der zunehmenden Akzeptanz homosexueller Menschen in der Gesellschaft ist. So ist es für einen Schwulen heute einfacher, offen in einem bürgerlich, konservativen Umfeld zu leben, wodurch das Bild von der politischen Ausrichtung „der“ Schwulen stark bereinigt wird.
Wenn man früher davon ausgehen musste, dass Schwule, die ihr Leben nicht als Klemmschwestern fristen wollten, sich nahezu zwangsweise in eine links-emanzipatorische Agenda einfügen mussten, können sie sich heute zu ihrer Bürgerlichkeit bekennen und politisch entsprechend handeln. Bei vielen Schwulen hat man gar den Eindruck, dass sie sich mittlerweile zur Elite des Bürgertums zählen und sich in dem Recht glauben, die „Unterschicht“ mit noch mehr Verachtung und Häme überschütten zu dürfen, als ihre heterosexuellen KameradInnen. So schreibt Gay West:
In Wahrheit gibt es natürlich keine schwulen Hauptschüler.Hauptschüler sind hässlich, dumm und potenzielle Hartz-IV-Bezieher. Welcher Schwule würde sich auf so ein Leben einlassen? Schwule sind, wie jeder weiß, extrem gut aussehend, überdurchschnittlich intelligent und verfügen über ein weit über der Masse liegendes Einkommen.
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Schlagworte: gay, Hass, islam, konservativ, liberal, linke Schwule, LSU, Rassismus, Reaktion, rechte Schwule, schwul
Kategorien : Politik, Schwules




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