Gedicht zur Europawahl

6 06 2009

Es gibt ja heute alle mögliche neue Wege, Wahlkampf zu führen. Manche neue sind eigentlich sehr alte. Nämlich „Mund-Propaganda“ Eben gerade habe ich z.B. eine Email an Leute geschickt, bei denen ich davon ausgehe, dass sie unter Umständen die Grünen wählen könnten:

„Meine lieben,

morgen findet die Europawahl statt und ich gehe mal davon aus, dass die Mehrheit von Euch sein/ihr Kreuz bei den Grünen machen wird.
Ich weiss allerdings auch, dass einige von Euch mit sich hadern und nicht wissen, ob sie heute überhaupt noch grün wählen können.
Deshalb möchte ich Euch das Gedicht eines Mannes ans Herz legen, bei dem das Fass nach der schwarz-grünen Koalition in Hamburg übergelaufen ist und der heute eine Grundfeste seiner neuen Partei (ÖDP) und der deutschen Schüttelreimszene ist.
Dieser Paul Celan der Parteienverdrossenheit trägt hier mit einer Intensität, die einen Will Quatpflieg blass erscheinen lässt sein neuestes Werk vor, in dem er den Untergang der Grünen beschwört:

Ich möchte Euch bitten, morgen trotz oder sogar wegen dieses Werkes die Grünen zu wählen.
Denn eins macht uns der Meister-vielleicht unbeabsichtigt-klar.
Die Grünen bewirken auch da wo sie Fehler machen oder sogar scheitern gutes.
Und wenn es nur die Inspiration für Poesie, Schönheit und Kunst ist.
WUMS

Liebe Grüsse

Maik“

Natürlich ist diese Email auch ein Mittel zur Befriedigung meines persönlichen Sarkasmusbedürfnisses. Es gibt auch für Leute, die gegen die Agenda 2010, Militäreinsätze und schwarz-grüne Koalitionen sind gute Grüne, gerade heute grün zu wählen.

Für mich ist die Tatsache, dass wir ein sehr gutes Programm und Leute haben, die das auch glaubwürdig vertreten können schon Grund genug. Allerdings haben wir auch die Gelegenheit, die CSU aus einem Parlament rauszuwumsen und ein Zeichen für ein ökologisches und soziales Europa zu setzen.

Also. Trotz Regen wählen gehen und Bündnis 90/Die Grünen ankreuzen!


Aktionen

Information

Kommentieren