Ok das ist nichts neues. Eigentlich ist er ja schon mehrfach an sich selbst und der Realität gescheitert.

Neu ist, dass er es jetzt nicht mehr in grün sondern schwarz tut. Dabei hat er sein Comeback in der Bundespolitik doch so medienwirksam und nahezu theatralisch vorbereitet. Nur leider spielte die von ihm auserkorene CDU nicht so mit wie er wollte.

Einen sehr schönen Kommentar zu dem Thema gibts beim INSM Watchblog.

Dem kann ich eigentlich nichts mehr hinzufügen, bis auf die Hoffnung, dass es das mit der politischen Karriere dieses Herren war.

 

Die grüne Jugend hat eine sehr erfrischende Erklärung veröffentlicht, in der sie sich vor allem kritisch mit der Entwicklung der CSDs und der Schwulenbewegung im ganzen auseinandersetzt. CSDs sind in den letzten 15 Jahren ja zu so etwas wie kleine Love Parades verkommen, bei denen das Politische höchstens noch am Rand auftaucht.

Sie unterstützen darin vor allem den Transgenialen CSD, der morgen -leider ohne mich- in Kreuzberg startet, sich nicht zuletzt im diesjährigen Motto gegen die Kommerzialisierung des schwul-lesbischen Protestes einsetzt und sich schon in den letzten Jahren als geeignete Plattform schwuler Selbstkritik bewährt hat.

Kritik an der Entwicklung der schwul-lesbischen Szene kommt auch von der grünen Jugend, die eine deutliche Zunahme konservativer oder noch schlimmerer Tendenzen unter den Schwulen und Lesben wahrnimmt. Das ist etwas, was mein derzeitiger Lieblingsgegner Gay West natürlich nicht umkommentiert lassen kann. Nur scheint der gute Mann nicht zu wissen, wo er seine Kritik ansetzen könnte. So betreibt er mit der absurden Frage, ob die Grünen wieder(!) Sex mit Kindern unterstützen eine traurige Selbstdemontage. Auf diese Frage kommt er, weil die grüne Jugend Solidarität mit allen Minderheiten gefordert hat, ohne Pädophile und Neonazis konkret dabei auszunehmen.

Da Herr West ganz offensichtlich von der abwegigen Annahme geleitet wird, dass von ihm erwartet wird links zu sein, möchte ich mich ihm an dieser Stelle mal persönlich zuwenden.

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Man kann es ja kaum glauben aber die armen Deutschen haben jetzt auch ne Lobby.

Der Clip ist zwar schon etwas älter aber ich finde ihn sehr schön. Vielleicht gibts ja noch jemanden, der ihn noch nicht kennt. :-)

Es gibt ja diese drolligen Vorurteile, die man gelegentlich immer noch über Schwule hört. Und das vor allem von Frauen. ” Schwule sind ja so toll und warmherzig, verständnisvoll, sauber, kultiviert, kreativ und so offen anderen gegenüber. Schade, dass Heteros nicht so sein können.” 

Mit dieser positiven Homophobie, die Schwule immer so ein wenig die Rolle der harmlosen Schoßschwuchtel drängt, verdrängt man allerdings die Tatsache, dass Schwule alles sein können. Schwule können nett, gemein, liebenswert, feurig, mitfühlend, ignorant, treu, hinterhältig, verlässlich, schlampig, niedlich, beschissen… Es gibt auch für uns keine Grenzen.

In letzter Zeit musste man leider feststellen, dass Schwule auch etwas total hässliches sein können: Speerspitze einer reaktionären Islamfeindlichkeit.

Ein besonders interessantes Exemplar dieser Gattung ist ein gewisser Blogger namens Gay West, der bis vor kurzem noch ein Zitat des niederländischen Rechtspopulisten Pim Fortuyn in seinem Header stehen hatte. Das Thema Islam, oder vielmehr das nahezu unkontrollierbare Gewaltpotential aller Moslems, durchzieht sein Blog wirklich wie ein roter Faden.

Damit steht er nahezu exemplarisch für eine Entwicklung in der schwulen “Gemeinschaft”, die eigentlich nur die konsequente Folge der zunehmenden Akzeptanz homosexueller Menschen in der Gesellschaft ist. So ist es für einen Schwulen heute einfacher, offen in einem bürgerlich, konservativen Umfeld zu leben, wodurch das Bild von der politischen Ausrichtung “der” Schwulen stark bereinigt wird.

Wenn man früher davon ausgehen musste, dass Schwule, die ihr Leben nicht als Klemmschwestern fristen wollten, sich nahezu zwangsweise in eine links-emanzipatorische Agenda einfügen mussten, können sie sich heute zu ihrer Bürgerlichkeit bekennen und politisch entsprechend handeln. Bei vielen Schwulen hat man gar den Eindruck, dass sie sich mittlerweile zur Elite des Bürgertums zählen und sich in dem Recht glauben, die “Unterschicht”  mit noch mehr Verachtung und Häme überschütten zu dürfen, als ihre heterosexuellen KameradInnen. So schreibt Gay West:

In Wahrheit gibt es natürlich keine schwulen Hauptschüler.Hauptschüler sind hässlich, dumm und potenzielle Hartz-IV-Bezieher. Welcher Schwule würde sich auf so ein Leben einlassen? Schwule sind, wie jeder weiß, extrem gut aussehend, überdurchschnittlich intelligent und verfügen über ein weit über der Masse liegendes Einkommen. 

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“Für die, die da glauben, Frieden sei aus Bomben und Sicherheit aus Stacheldraht gemacht. Schreib an die Wände, dass Menschen hier wohnen! Jetzt ausnahmslos unter Verdacht.”

Meine neue Headline stammt aus einem Lied, ich momentan sehr gerne höre.

Es heisst “überwachte Welt” und ist auf dem aktuellen Live-Album von Dota und den Stadtpirarten erschienen.

Es wäre eigentlich ein wunderbarer Soundtrack für den jetzt dringend notwendigen Kampf gegen die Verpolizeistaatlichung, die in diesem Land gerade stattfindet. Der grüne Bundesverband hat übrigens eine Homepage zum Thema Datenschutz ins Netz gestellt, die ich nur empfehlen kann.

Der amerikanische Komiker Bill Maher hat einen, vielleicht etwas tendenziösen, Film über Religionen gemacht.

Maher hat sich schon seit Jahren nicht nur Freunde gemacht, weil er seine sehr kritische Haltung zum Einfluss der Religionen auf das gesellschaftliche und politische Leben in den USA sehr deutlich artikuliert. Ich bin nicht unbedingt ein Fan Mahers, da ich bei ihm ein gewisses laizistisches Wertfundament vermisse, das als Alternative zur religiösen Moral unabdingbar ist. So ist er z.B. ein Befürworter der Todesstrafe. Allerdings spielt das auch keine Rolle, solange es jemanden in den USA gibt der die Lächerlichkeit derer, die ihre persönlichen religiösen Vorstellungen mit allgemeingütigen Regeln verwechseln und andere Länder bombardieren, weil “Gott will, dass alle frei sind” entblössen kann.

Mir ist aufgefallen, dass eine menge Leser mein Blog finden, indem sie bei Google “lustige Gesichter” eingeben.

Da ich ungern jemanden enttäusche, habe ich hier mal eine kleine Auswahl zusammengestellt:

Die Wiederherstellung der Wahrheit

Unser sehr geschätzter Bundespräsident hat mal wieder in Berlin gesprochen und einen gehörigen Schuss Realitätsverlust zur Schau gestellt. Eigentlich hat er mal wieder nur die Aufgabe übernommen, die ihm seine Förderer Angela Merkel, Edmund Stoiber und Guido Westerwelle zugedacht haben: Der Pastor Fliege des neoliberalen “alles wird gut Gefühls”.

Da der schwarz-gelbe Privatpräsident allerdings nicht darauf hoffen kann, dass er nach der Bayernwahl  mit “seiner” Mehrheit wiedergewählt werden kann, hat er sich einem Thema zugewannt, das gerade auch die SPD beschäftigt: Kinderarmut.

Allerdings bleibt der Präsident auch hier in seiner Rolle, lobt die “Reformen” der vergangenen Jahre und fordert sogar eine Agenda 2020. Kinderarmut ist für ihn ein schlimmer Skandal, den man natürlich nicht hinnehmen kann. Allerdings erkennt er nicht, dass dieser Skandal durch die, von ihm gelobte, Reformpolitik erst diese Ausmaße angenommen hat. Offensichtlich ist er auch generell der Meinung, dass dieser Skandal schon nicht so schlimm ist, wie immer behauptet wird. So sagt er:

Gerade die Armut von Kindern - die meist eine lebenslang nachwirkende Benachteiligung hinsichtlich ihrer Chancen bedeutet - dürfen wir nicht dulden. Sie ist ein Skandal. Wahr ist aber auch: Die Armutsquote von Kindern hierzulande ist im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich

Die Armutsquote von Kindern ist in Deutschland also niedriger, als in Rumänien oder Bulgarien. Das beruhigt uns natürlich. Unser Präsident scheint zu wissen, welche Statistiken er lesen muss. Wenn wir uns mit anderen westeuropäischen Staaten vergleichen, was eigentlich das angebrachteste wäre, sieht die Sache schon wieder anders aus. Aber glücklicherweise gibt es ja immer noch Staaten, auf die diese Apostel des enthemmten Marktes verweisen können, um den Leuten vorzugaukeln, dass die “Reformen” fruchten. (Wie läufts eigentlich in Simbabwe?)

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